? ! ? Sind Hund und Katze Erzfeinde ? ! ?

  Die Beiden können sich nicht ausstehen – sie sind zusammen „wie Hund und Katze“.
Diesen Satz kennt doch fast jeder.
Allerdings beruht diese Ausdrucksweise auf ein Missverständnis, denn Hunde und Katzen konkurrieren von vornherein nicht – weder im Lebensraum noch in der Nahrung. Erst wir Menschen zwangen die Tiere zum Zusammenleben. Und da beide eine völlig unterschiedliche Körpersprache sprechen, kommt es zwischen ihnen zu feindlichen Reaktionen. Beide benutzen zwar die gleichen Signale, aber sie bedeuten Gegensätzliches.  

Hier nun einige Beispiele:

  ©Copyright by Chihuahuas vom Silverstar

Schwanzwedeln – heißt bei der Katze: “Achtung, gleich kratze ich. Ich bin wütend und aggressiv“. Während der Hund damit sagen will: “Lass uns spielen!“

Legt die Katze die Ohren an, ist sie von der Nasen- bis zur Schwanzspitze auf Angriff eingestellt. Der Hund will dagegen sagen: „Lass uns Freunde werden!“

Wenn eine Katze begrüßt werden will, hält sie dem Partner die Nase entgegen – ein Hund schnuppert zuerst am „hinteren Ende“.

Hebt die Katze die Pfote, bedeutet das: „Komm mir nicht zu nahe – verschwinde!“ Der Hund will uns damit sagen: „Komm her und spiel mit mir.“

 

Wenn sich also ein Hund und eine Katze treffen, dann kommt es leicht zu Verständigungsschwierigkeiten. Besonders, wenn beide Tiere schon negative Erfahrungen mit der anderen Rasse gesammelt haben. Und so ist das auch ein Grund, warum so mancher Hund einer Katze hinterher jagt.

Und so manche Katze ist aggressiv gegen Hunde und geht sogar auf sie los, auch wenn sie viel größer sind.

Trotzdem ist es möglich, dass Hund und Katze zusammen auskommen – sogar in einer Wohnung. Am besten geht das natürlich, wenn sie in einem Haushalt zusammen aufwachsen. Ideal ist es, wenn beide gleichzeitig angeschafft werden. Denn dann lernen sie von klein auf, auf den anderen Rücksicht zu nehmen und ihn zu akzeptieren. Und sie lernen vor allem die „Sprache“ des anderen zu verstehen. Sie wissen, dass er es gut meint, auch wenn das nach außen anders aussieht. Genauso lernen beide sich aus dem Wege zu gehen, wenn einer von beiden gerade schlechte Laune hat.

©Copyright by Chihuahuas vom Silverstar

Und gerade weil sie so verschieden in ihrem Wesen sind, braucht dann keiner auf den anderen eifersüchtig zu sein, weil er lernt, dass sie sich gegenseitig nichts wegnehmen. Besonders dann, wenn ein sehr liebebedürftiger Hund sein Herrchen oder Frauchen viel in Anspruch nimmt. Die Katze neidet es ihm nicht. Sie schnurrt gemütlich im Schoß ihres Besitzers, während der Hund ihm zu Füßen liegt.

 

Ein Hund denkt: Sie füttern mich, sie pflegen mich, sie kümmern sich um mich... sie müssen Götter sein.

Eine Katze denkt: Sie füttern mich, sie pflegen mich, sie kümmern sich um mich... ich muss eine Göttin sein.